Interkulturelle Kompetenz – Fettnäpfchen vermeiden

Unsere Welt wächst zusammen - eine Entwicklung die sich vor allem beruflich deutlich erkennbar macht: Globale Kunden, internationale Teams und Geschäftsbeziehungen im Ausland, machen die Kommunikation mit anderen Nationen und Kulturen für Deutschland zunehmend wichtig.

Out oft he box – Denken
Das bedeutet allerdings nicht, dass man alle Verhaltensregeln aus anderen Ländern auswendig lernen muss. Vielmehr sollte man den Blick über den Tellerrand anstreben – sprich eine gewisse Weltoffenheit und Lernbereitschaft mitbringen.
Primär sollte man altbekannte Vorurteile beiseiteschieben.
Aussagen wie: Deutsche sind pünktlich und gehen zum Lachen in den Keller; Amerikaner sind oberflächlich; Franzosen sind unpünktlich; Japaner sind harmoniebedürftig und zu höflich etc. sind allseits bekannte Stereotypen.
Nur wenn man diese Vorurteile beiseiteschiebt, kann man einen souveränen Umgang mit unbekannten Sitten und Gepflogenheiten anstreben.

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete
Grundsätzlich sollte man sich die allgemeinen Regeln des Ziellands zu Gemüte führen, wenn man z.B. auf Geschäftsreise geht. Es schadet nicht sich über Begrüßungsformen, Ausdrucksweisen und nicht zuletzt auch die passende Garderobe ein gewisses Know-how anzueignen.

Gerade bei der Garderobe kann man leicht Fettnäpfchen vermeiden, die sonst unbewusst zu unangenehmen Situationen führen können. Beispielsweise sollte man in arabischen Ländern als Frau eine hochgeschlossene Bluse und Röcke die die Knie bedecken tragen. In China sollte man weiße Anzüge vermeiden, da diese nur bei Beerdigungen getragen werden.
Auch das Thema Pünktlichkeit wird nicht überall gleich verstanden. Während wir Deutschen oder die Japaner stets bemüht sind auf die Minute pünktlich zu sein, ist eine obligatorische Verspätung in den Mittelmeerstaaten oder in arabischen Ländern üblich, und man sollte daher immer mehr Zeit einplanen.

Der Erste Eindruck zählt
Der erste Eindruck entscheidet oft ob eine Geschäftsbeziehung Früchte trägt oder zum Scheitern verurteilt ist. Daher sollte man ein besonderes Augenmerk auf die Begrüßung legen.
Bei der Begrüßung sollte man vom üblichen Händeschütteln; der Vermeidung des Körper- bzw. Blickkontakts bis hin zur Übergabe und Annahme von Visitenkarten stets darauf achten, dass man regelkonform agiert.
Während wir oft „offen und geradeaus“ kommunizieren, ist in vielen Ländern wie z.B. China stets ein höflicher Unterton unabdingbar um sich nicht in die Nesseln zu setzen. In den USA z.B. möchte man nicht wirklich wissen wie es einem geht: Wenn man ein “how are you“ beantwortet, sollte man stets mit “fine“ antworten und nicht über persönliche Anliegen berichten.

Kompetenz – step by step
Hat man mit der Begrüßung und dem Kennenlernen die erste Hürde überstanden, kann man trotzdem viel falsch machen, denn von Religion, Sprachgebrauch bis hin zu Tischmanieren gibt es ebenfalls viel Potential um in Fettnäpfchen zu treten.
Wenn man sich jedoch gut vorbereitet und gleichzeitig auf das Verhalten der Menschen in seiner Umgebung achtet, kann man Fehler und Unannehmlichkeiten minimieren.
Grundsätzlich sollte man stets höflich, freundlich und interessiert sein. Dann wird oft über kulturelle Ausrutscher hinweggesehen.

Bleiben Sie authentisch und lernbereit, denn das kommt überall gut an!