Arbeitsmotivation

Was beeinflusst die Arbeitsmotivation?
(Eine mögliche Erklärung von Frederick Herzberg - Die zwei Faktoren Theorie) https://de.wikipedia.org/wiki/Frederick_Herzberg)

Die zwei-Faktoren-Theorie, oder auch Motivation-Hygiene-Theorie genannt, ist eine Inhaltstheorie die speziell die Arbeitsmotivation analysiert. Dabei unterscheidet Frederick Herzberg in seiner Theorie zwei unterschiedliche Faktoren die voneinander abhängig sind. Zum einen gibt es die Faktoren die sich mit dem Inhalt der Arbeit befassen (Inhaltsfaktoren) und zum anderen die Faktoren die auf den Kontext der Arbeit bezogen sind (Hygienefaktoren). Inhaltsfaktoren sind z.B. Verantwortung oder Anerkennung während Hygienefaktoren z.B. die Bezahlung oder äußere Arbeitsbedingungen beinhalten. Die „Hygienefaktoren“ (unzufrieden – nicht unzufrieden) sowie die „Motivatoren“ (nicht zufrieden – zufrieden) repräsentieren diese Bereiche. Zufriedenheit und Unzufriedenheit im Job sind somit als zwei unabhängige Eigenschaften zu betrachten. Um Arbeitszufriedenheit zu erleben, muss man allerdings beide Faktoren beachten. Hygienefaktoren kann man als Faktoren verstehen die dazu beitragen Unzufriedenheit zu verhindern. Oft werden diese Faktoren als selbstverständlich betrachtet, ohne dass sie wirklich im Alltag auffallen. Die häufigsten Beispiele sind: Gehalt; Personalpolitik und Führungsstil; Arbeitsbedingungen und zwischenmenschliche Beziehungen; Sicherheit der Arbeit und der Einfluss auf das Privatleben. Motivatoren fungieren eher als Leistungsträger die schwerpunktmäßig den Arbeitsinhalt beeinflussen. Zu den Motivatoren zählt man vor allem: Arbeitsleitung; Erfolg; Anerkennung; Arbeitsinhalte; Verantwortung; Beförderung und Wachstum.
Wie die Faktoren zusammenspielen - nach Herzberg gibt es vier mögliche Situationen:

• Hohe Hygiene und hohe Motivation: Die Idealsituation, in der Mitarbeiter hoch motiviert sind und wenig Beschwerden haben.

• Hohe Hygiene und geringe Motivation: Die Mitarbeiter haben zwar kaum Beschwerden, sind aber schlecht motiviert (Söldner-Mentalität).

• Geringe Hygiene und hohe Motivation: Die Mitarbeiter sind motiviert, haben aber viele Beschwerden. Der Job ist aufregend und herausfordernd, aber die Arbeitsbedingungen sind nicht so gut.

• Geringe Hygiene und geringe Motivation: Die schlechteste Situation. Unmotivierte Mitarbeiter mit vielen Beschwerden.

Natürlich sollte man diese Situationen nicht als unveränderbar oder gesetzt betrachten. Vielmehr dienen die Faktoren als Indikatoren und Wegweiser für eine ausbalancierte Arbeitsatmosphäre. Letzendlich sollte man die spezifische Situation (Background, Erfahrung, Soziale Kompetenz etc.) jedes einzelnen betrachten. Kritiker des Herzberg Modells weisen zum Beispiel darauf hin, dass alle Faktoren voneinander abhängig sind und daher nicht getrennt analysiert werden sollten.